Deutscher Alpenverein Sektion Guben e.V.
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„Frühlingswanderung“ in den Chiemgauer Alpen

Eigentlich hatten wir für Mitte Mai eine genüssliche „Frühlingswanderung“ in den Chiemgauer Alpen an einem verlängerten Wochenende geplant. Aber es blieb letztlich zum Teil bei eigentlich.

 

Ausgangspunkt unserer kleinen Tour war die Gemeinde Aschau. Von dort ließen wir uns mit einem Taxi zum Start an der Talstation Grainbach (715 m) der Hochriesbahn Samerberg bringen.

Da die Aufstiegshilfe nicht in Betrieb war, brauchten wir uns also auch keine Gedanken über deren etwaigen Nutzung zu machen.

Also schnürten wir die Stiefel und nahmen die Füße in die Hand, so wie es eigentlich geplant war. Bald erreichten wir die Mittelstation (916 m). Begleitet wurde unser Weg teilweise von einer Mountainbikestrecke des Bikepark Samerberg. Eine Erbauung ist es sicher nicht. Über Sinn oder Unsinn kann trefflich gestritten werden.

Langsam begann es leicht zu nieseln an. Aber ab ca. 1000 m ging der leichte Nieselregen in Schneeregen und weiter höher in Schneefall über. Jedenfalls empfinde ich den Schneefall als angenehmer.

Nach 3 Stunden erreichten wir unsere erste Unterkunft, die Hochrieshütte (1569 m). Mittlerweile hatte sich schon eine kleine, geschlossene Schneedecke gebildet. Zeit für den ersten Glühwein auf dieser Frühlingstour.

 

Am nächsten Morgen fanden wir eine mindestens ca. 20 cm hohe Schneedecke vor. Es stellte sich dann so dar, dass wir die ursprünglich geplante Tagestour über den Predigtstuhl  zu unserer geplanten Unterkunft in Aschach/Sachrang auf Grund der Schneehöhe und der damit teilweise unklaren Wegeführung nicht werden gehen können. Die Klausenhütte stand uns auf Grund einer geschlossenen Gesellschaft nicht zur Verfügung.

Wir entschlossen uns daher den Kammweg nach Aschau, vorbei an der Frasdorfer Hütte, zu nehmen. Nach 3 Stunden erreichten wir wieder Aschau (615 m), wobei das Weiß sich dann mit geringer werdender Höhe wieder in ein grünes Umfeld verwandelte.

Von Aschau nahmen wir dann den Bus zu unserer Unterkunft in Aschach (730 m).

 

Der nächste Tag grüßte schon am frühen Morgen mit Sonnenschein und blauem Himmel. Es war ja auch Sonntag.

Unsere Tour führte uns zunächst nach einer Stunde zur Wildbichler Alm (1047 m), die schon in Österreich liegt. Ich ließ es mir bei Topfenstrudel und Latte Macciato gut gehen.

Nach weiteren 2 Stunden erreichten wir die Burgeralm, eine Biokäserei und Jausenstation, die auch noch bei den Ösis liegt. Tolle eigene Produkte von Milch, Käse bis Schinken. Dazu Kaiserwetter. Was will man mehr.

Nach einer weiteren Stunde erreichten wir mit der Priener Hütte (1410 m) unsere nächste Nächtigung.

 

Für den letzten Tag war eigentlich die Tour von der Priener Hütte zur Kampenwand vorgesehen. Aber da machten uns die Vögel (u.a. Schneeehühner) und deren Hüter einen Strich durch die Rechnung. Auf Grund der Brüterei ist dieser Weg bis 31.05. bis für Menschenkinder gesperrt.

Also hieß es alternativ abzusteigen. Wir wählten den 3stündigen Abstieg in Richtung Grattenbach (700 m). Von dort ging es dann mit dem Bus zu unserem Ausgangspunkt nach Aschau.

Als Abschluss gönnten wir uns dann doch noch eine Berg- und Talfahrt mit der Kampenwandbahn.

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