Deutscher Alpenverein Sektion Guben e.V.
Deutscher Alpenverein Sektion Guben e.V.

Jahresabschluss 2018 im Bielatal

Schon wieder geht das Jahr zur Neige…, und wieder einmal versammeln wir uns alle in der Sächsischen Schweiz, um  den Jahresausklang zünftig zu feiern. Am Freitag, dem 30.11. trudeln so nach und nach alle Wanderwilligen in der Bielatalhütte des DAV ein. Gegen Abend setzt ein unangenehmer Eisregen ein und wir sind froh, die Autos jetzt stehen lassen zu können. Es werden die ersten Wein- und Bierflaschen geleert und wir lassen es uns gut gehen.

Nachdem am nächsten Morgen die Frühaufsteher mit ihren Lieblingen die ersten Runden gedreht hatten, kam die nüchterne Erkenntnis, dass die Tour wohl ausfallen muss. Über Wege, Straßen, Autos, Büsche, Bäume, kurz gesagt über alles, zog sich eine harte  und spiegelglatte Eisschicht. Die Vierbeiner konnten damit gut umgehen mit ihren natürlichen Spikes an den Pfoten. Wir Zweibeiner jedoch hatten Mühe, uns aufrecht zu halten… Also wurde erst einmal ausgiebig gefrühstückt. Als sich dann plötzlich die Sonne zeigte, hielt es niemanden mehr in der Hütte. Nur Olaf hatte keine Chance zur Fortbewegung, egal ob mit Rollstuhl oder Handbike , er musste deshalb zurückbleiben. Wir beschlossen, wenigstens eine kleine Runde zu gehen, um das Draußensein zu genießen. Die (großen) Kinder hatten viel Spaß bei der Schlitterpartie und  auch der ein oder andere Erwachsene genoss eine kleine Rutschbahn. Ansonsten war es schon sehr riskant, gerade für unsere älteren Herrschaften. Mit gegenseitiger Hilfe und Unterstützung erreichten wir dann Ostrov, wo es uns natürlich in die wohlbekannte Kneipe zog. Die hat sich inzwischen zu einem Gourmetrestaurant mit ausgezeichneter Küche gemausert. Vorher passierte mir noch ein kleines Missgeschick: mein  allerliebster, rechter Hangwag-Bergstiefel hat sich nach guten 15 Jahren von seiner Sohle getrennt…jedenfalls fast…so konnten wir sie mit dem Schnürsenkel wieder provisorisch befestigen( WIEDER KEIN PANZERTAPE DABEI!). Nach dem Genuss bester Küche und ausgiebiger Pause setzten wir uns Richtung Grenzplatte in Bewegung. Die Annahme, dass im Wald der Boden besser begehbar ist, war nur bedingt richtig. Auch hier mussten wir höllisch aufpassen, nicht auf dem Allerwertesten zu landen. Trotzdem genossen wir die frische, kalte Luft, den Wald, die Gesellschaft und die Bewegung. Noch vor dem Dunkelwerden erreichten wir die Hütte, wo an diesem Abend noch zwei Highlights auf uns warteten. Zum Abendbrot wurde der Hordentopf mit Kesselgulasch über dem Feuer erwärmt. Den hatte Klaus nach mühevoller Schnippelarbeit zu Hause vorgekocht. So ein Süppchen am Feuer oder auch im Warmen hat schon seine ganz besonderen  Vorzüge und war super lecker! Den zweiten Höhepunkt verdankten wir Diana und Roland, die uns an ihren Reisen nach Nepal und Bolivien teilhaben ließen. Still wurde es, als sie uns von ihren  Erlebnissen und Eindrücken in Nepal berichteten, als sie vor Ort das schwere Erdbeben  im Jahr 2015miterlebten. Mehrere Tage mussten sie um ihr Leben fürchten, denn durch Nachbeben  waren sie ständig der Gefahr von Schnee-, Schlamm- und Gerölllawinen ausgesetzt.

Der nächste Tag begrüßte uns  ähnlich wie am Vortag, mit viel Eis aber schon etwas wärmeren Temperaturen. Die Glühwein-und sonstigen Alkoholeskapaden wurden bei allen ohne große Katererscheinungen überstanden. Schnell war die Hütte von allen Spuren beseitigt und schon hieß es wieder, Abschied nehmen. Ein letztes Gruppenfoto und jeder brach in den ersten Adventssonntag auf. Unsere (großen) Kids wünschten sich mal wieder einen Besuch auf der Festung Königstein. Dort trafen wir tatsächlich schon den Weihnachtsmann und an den verschiedensten Leckereien kamen wir natürlich auch nicht vorbei. Aber der Regen ließ uns dann doch bald in Richtung Heimat aufbrechen.

So ging das Wochenende leider viel zu schnell zu Ende. Ein herzliches Dankeschön nochmals an alle: Klaus, der vorzügliche Kesselgulaschkoch und Organisator; die Andre-Asse , welche die Getränke heranschafften; Diana und Roland für die interessanten und schönen Bilder und Matthias, unsere starke und geduldige Stütze beim Wandern auf glatten Pfaden….

 

Ich wünsche Euch allen eine friedvolle und besinnliche Weihnachtszeit, bleibt gesund und viele Ideen und Anregungen für ein neues Jahr voller Erlebnisse und Abenteuer.                             Eure Irene

 

Wäre schön, wenn wir uns demnächst beim Weihnachtspaddeln wieder sehen.

 

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Deutscher Alpenverein Sektion Guben e.V.